Montag, 13. September 2010

Michael Moore fordert: Moschee auf Ground Zero

Am 11. September 2010 schrieb US-Filmemacher und Gesellschaftskritiker Michael Moore auf seiner Website MichaelMoore.com:

Ich bin dagegen, eine Moschee zwei Häuserblocks von Ground Zero entfernt zu bauen.

Ich will, dass sie auf Ground Zero gebaut wird.

Warum? Weil ich an ein Amerika glaube, das die beschützt, die Opfer von Hass und Vorurteilen sind. Ich glaube an ein Amerika, das sagt, dass man das Recht hat, welchen Gott auch immer wo auch immer zu verehren. Und ich glaube an ein Amerika, das der Welt zeigt, dass wir ein liebenswertes und großzügiges Volk sind, und wenn eine Mörderbande dir deine Religion stiehlt und sie als Ausrede dafür benutzt, 3000 unschuldige Menschen umzubringen, dann werde ich dir dabei helfen, dass du deine Religion zurückbekommst. Und zwar exakt an dem Ort, wo sie dir gestohlen wurde.

Und würden sie auf Ground Zero eine Moschee mit 111 Stockwerken bauen, wäre das immer noch besser als die Unverschämtheit der untätigen Stadtplaner, fast neun Jahre lang nichts als ein leeres Loch auf Ground Zero zu lassen.
Die sterblichen Überreste von mehr als 1100 Opfern wurden dort nie gefunden. Der Ort ist ein heiliger Friedhof, und es ist ein Sakrileg, dort jetzt einfach ein weiteres Monument für hemmungslose Profitgier zu errichten. Warum wurde stattdessen nicht das gesamte Gelände zu einem Gedächtnispark für den Frieden gemacht? Menschen sind dort gestorben, und noch immer liegen dort viele ihrer Überreste, nach all den Jahren, verstreut.

Rund fünf Dutzend Moslems starben am 9. September 2001 im World Trade Center. Hunderte ihrer Familienangehörigen betrauern und vermissen sie. Den 19 Mördern war es egal, welcher Religion die angehörten, deren Leben sie auslöschten.

Nie habe ich eine traurigere Schlagzeile in der New York Times gelesen, als die auf der Titelseite von letzten Montag: "Amerikanische Moslems fragen sich: Werden wir jemals dazugehören?" Wir alle sollten uns dafür schämen, wenn auch nur ein einziger unserer Mitbürger sich darum sorgen muss, ob er zu uns "dazugehört".

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen