Mittwoch, 8. September 2010

Erst brennen die Bücher ...

Deutschland bejubelt Islam-Diffamierer Sarrazin. In den USA ist man schon weiter - dort soll Samstag der Koran verbrannt werden.

nt-v.de berichtet:

Mittwoch, 08. September 2010, 20:27 Uhr
Merkel verurteilt Koran-Verbrennung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ankündigung radikaler Christen in den USA verurteilt, den Koran öffentlich zu verbrennen. „Das ist schlicht respektlos. Abstoßend – einfach falsch”, sagte Merkel in Potsdam.

Mittwoch, 08. September 2010
Koran-Verbrennung weltweit verurteilt Pastor zündelt um jeden Preis

Trotz weltweit einhelliger Proteste hält der radikale Christen-Führer Jones an der Verbrennung des Korans fest. Dabei warnen US-Regierung, UN und geistliche Führer aus aller Welt vor den Folgen dieser Tat.

US-Außenministerin Hillary Clinton bezeichnet das für Samstag geplante Verbrennen des Korans als "respektlosen, schändlichen Akt". Justizminister Eric Holder nennt das Vorhaben "idiotisch und gefährlich". Doch Terry Jones vom Dove World Outreach Center bleibt bei seinem Plan.

Zwar räumt der Führer der radikalen Mini-Gemeinde ein, seine bizarre Aktion zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September könne gewaltsame Übergriffe etwa auf US-Soldaten in Afghanistan provozieren. Doch er gibt sich unbeeindruckt: "Wir sind entschlossen, es zu tun", sagte er dem TV-Sender CBS.

Der 58-jährige Pastor der 50-Seelen-Gemeinde in der Kleinstadt Gainesville in Florida hat den 11. September zum "Internationalen Tag der Koran-Verbrennung" erklärt. Damit solle der Opfer der Anschläge vor neun Jahren gedacht und dem radikalen Islam eine klare Absage erteilen werden. "Der Islam ist eine schlechte Religion", sagt er in einem Video auf der Website seiner Gemeinde. Der Koran "ist für den 11. September verantwortlich".

Die Stadtverwaltung von Gainesville hat die an diesem Samstag geplante Aktion zwar verboten. Der Pastor will sich aber offenbar nicht daran halten. Kirchliche Führer in der Stadt kündigten bereits für Samstag Proteste gegen die Verbrennung an.

Auch religiöse Führer in den USA sowie aus aller Welt verurteilten das Vorhaben. Der Vatikan teilte mit: "Man kann die verwerflichen Gewalttaten (des 11. September) nicht damit heilen, dass man die heilige Schrift einer anderen Religion grob beleidigt", kritisierte der Vatikanische Rat für den Interreligiösen Dialog. Alle Religionen hätten ein Anrecht auf Respekt und Schutz.

In Washington verurteilten auch religiöse Führer die Verbrennung des heiligen Buches der Muslime. Es handele sich um ein "besonders ungeheuerliches" Vorhaben, meinten muslimische, christliche und jüdische Vertreter. Sie beklagten eine "steigende Welle von Angst und Intoleranz" in den USA.

Christen und Juden in Deutschland reagierten entsetzt. Die Evangelische Kirche (EKD) sprach von einer "unerträglichen Provokation". Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, äußerte die Sorge, "dass mit solchen intoleranten Angriffen das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in vielen Teilen der Welt gefährdet wird". Die Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, erinnerte an die Bücherverbrennungen der Nazis 1933. "Die Vorstellung ist schrecklich und abstoßend", sagte sie in München.

Die UN in Afghanistan warnten vor schwerwiegenden Folgen. Sollte die "abscheuliche Tat" wirklich vollzogen werden, würde dies die Gegner von Frieden und Versöhnung am Hindukusch stärken, meinte der UN-Sondergesandte, Staffan de Mistura.

In Kabul ist es wegen der geplanten Koran-Verbrennung bereits zu Protesten gekommen. Wütende Gläubige verbrannten am Montag US-Flaggen und riefen "Tod Amerika".

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